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ISS + Venus

Heute habe ich mich an der ISS mit der Kombination Canon / 4 Zoll Maksutov versucht. Das Ergebnis ist noch etwas dürftig. Ich vermute, dass die beiden abstehenden Lichtzentren Solarsegel sind, welche die eigentliche Raumstation überstrahlen. Die Flugrichtung im Bild war von rechts nach links. Abhilfe könnte der Einsatz eines Filters bringen. Außerdem ist die Auflösung schwach, hier muss ich mal versuchen, ob eine Barlowlinse Erfolg zeigt. Allerdings bin ich bei der Barlowlinse etwas skeptisch, da die Bilder jetzt schon stark verwackelt waren. Mit einer Brennweitenverlängerung dürfte sich das Wackeln dramatisch erhöhen und man müsste sich vielleicht im voraus einen Punkt suchen, den die ISS quert, und das Teleskop selbst ruhen lassen. Die Canon war diesmal auf Filmaufnahme gestellt, das Bild ist hieraus ein Einzelbild. Das Teleskop wurde manuell hinterhergeführt.

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Dann habe ich noch ein Bild der Venus gemacht. Viel ist bei unserem Nachbarplaneten so nicht erkennbar. Nur dass sie nicht vollständig angestrahlt wird und etwas oval ausschaut. Der verbliebene, hell leuchtende Teil reicht aber, um bei der Nachbearbeitung der Bilder für Komplikationen zu sorgen, da man nicht so recht einschätzen kann, ob die Nachbelichtung nun schon ausreicht oder das Bild verfälscht. Hier muss demnächst auch der Filter nachhelfen.

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Venus

Die Venus beim Untergang fotografiert. Die ISS hat sich unterdessen ungesehen vorbeigeschlichen.
Wetter: Schlieren  (–)
Datum / Zeit / QTH: 13.10.2013, 17.39 UTC, JN68IE
Canon 1100D 225sec ISO 800, Objektiv:18mm f/22

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Planetenjagd

Am frühen Abend bei klarem bis leicht bewölktem Himmel die Geräte auf einem Feld aufgebaut. Der Spiegel war in der Dämmerung ausgekühlt. Venus im Westen musste gegen aufkommende Schlieren ankämpfen. Ergebnis: Ovaler Himmelskörper mit abgeschatteter Sichel. Bei weniger als ca. 5° über Horizont wird das Teleskop blind, da die Wiege endet, -Venus war damit aus dem Geräteradius. Um Rutscheffekte zu verhindern sollte ich einen Stop einbauen. Beeindruckendstes Bild des Abends der Schatten eines Jumbos quert das Bild, fliegt “unter“ dem Planeten durch. Danach noch Saturn im Großfeldokular und den Helligkeitsschwankunken durch aufkommende Wolken zugeschaut. Nur ein Mond erkennbar. Ringe satt. Gegen 22.30 Uhr vollständig bedeckter Himmel. Abmarsch unter Wildtierbellen und von Mücken zerbissen, die Autan zu mögen scheinen. Für Planetenfotos gab es diesmal keine Chance.

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