Nachtschwärmer

Am Samstag zum Sonntag musste bei mäßigem Seeing endlich das neue Teleskop getestet werden. Geholfen hat ein netter Hausbesitzer, dessen Stromanschluss ich nutzen durfte. Mich hat es dennoch nach dieser nächtlichen Anstrengung ziemlich entschärft.

Denn der Test stellte sich als in mehrfacher Hinsicht sehr schwierig heraus. Das exakte Einnorden wollte mir an der EQ-6 schlicht nicht gelingen. Irgendwo erschließt sich mir der Polsucher noch nicht. Als nächstes war das Problem, dass alle Angaben der Zeit offensichtlich in PST verlangt werden. Irgendwann war auch das geschafft. Am Ende war das Alignment laut SynScan „poor“. Nach nun bereits mehreren Stunden Tests war zudem das komplette Equipment mit Raureif bei Minusgraden überzogen. Aber die Härte wurde belohnt mit einem Gerät das annähernd die Himmelsobjekte anfuhr, welche eingegeben wurden. Allerdings war die Justierung nur insoweit exakt, dass diese Objekte nur für etwa 10 Minuten im Okular blieben. Es war also noch nicht der Augenblick für DeepSky-Fotos gekommen. Daher nur das folgende gestackte Jupiter-Bild… Es wurde erheblich nachbearbeitet, da die Fotoanlage offensichtlich zur optischen Achse verkippte.

8 Zoll Newton, 1000mm Brennweite, 2fach Barlow, 18 Einzelaufnahmen 1/100 mit ISO 400 an EOS 1100D

jupiter

The Doors: When You’re Strange

Endlich konnte ich den Film „The Doors: When You’re Strange“ von Tom DiCillo aus dem Jahr 2010 sehen.  DiCillo zeigt die verschiedenen Verwandlungen Morrisons, – der sich vom intelligenten Sohn eines hochdekorierten Generals zum zunächst schüchternen Poeten entwickelt, der sich von familiären Autoritäten befreit und schließlich mit den Folgen des Rock’n’Roll-Ruhmes kollidiert. Der 1991er Film „The Doors“ von Oliver Stone, fokussierte sich vergleichsweise, abgesehen von diversen Überspitzungen und Komprimierungen eines großen Kinofilmes, sehr auf das Bild des trinkenden Stars „Jimbo“, – wie es der 2013 in Rosenheim verstorbene Manzarek nannte. DiCillo ist anzurechnen, dass solche Kompromisse in seinem dokumentarisch angelegten Film nicht zu finden sind.