Polarstern

Aufnahme: Mak mit Himmel
2013-10-05 / UTC 20.09 / Oberbayern
Seeing: klar, geringe Luftunruhe
Kamera: Canon 1100D 18mm ISO6400 f/22 3min
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Aufnahme: Polarsternregion
2013-10-05 / UTC 21.16 / Oberbayern
Seeing: klar, geringe Luftunruhe
Kamera: Canon 1100D 18mm ISO6400 f/22 495sek

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Aufnahme: Polarsternregion
2013-10-05 / UTC 21.26 / Oberbayern
Seeing: klar, geringe Luftunruhe
Kamera: Canon 1100D 18mm ISO6400 f/22 1815sek3

Jupiter mit Canon und Mak hat sich als schwierig bis unmöglich herausgestellt. Jupiter selbst ist sehr Lichtintensiv, während Konturen wie Wolken und Monde auf den Bildern verschwinden. Dann den Orionnebel fotografiert. Das geht, allerdings braucht er zuviel Belichtszeit um scharf dargestellt zu werden. Visuell war der Orionnebel diesmal als Wolke und nicht als „Horn“ zu sehen. An Jupiter hat bei der visuellen Beobachtung der UHC-S Filter ziemlich gut geholfen, indem der Planet abgedunkelt wurde und seine zwei großen Wolkenbänder so Konturen annahmen. Das man mit dem 100er Mak beim Transit die Schatten der Monde sehen kann, bezweifle ich dennoch. Beeindruckend war diesmal zusätzlich ein Draconiden-Bolide der 1-2 Sekunden brauchte um bei stark schwankender Helligkeit scheinbar am Horizont mit Lichtblitz „niederzugehen“.

Sternennacht

Eine tolle Nacht, für visuelle Beobachtung ziemlich gutes Seeing. Einziges Manko, der verhältnismäßig starke Wind. Da erreicht die Fotomontierung ihre Grenzen und verwackelt das Bild oft, – man muss ruhige Minuten abpassen. Zum Seeing sei noch gesagt die Bedingungen waren etwa so gut wie zuletzt vor 4-5 Monaten. Klare Konturen der Milchstraße, – kein Mond, dominierend Jupiter und das Sternenbild Orion. Kassiopeia mein persönliches Leitsystem am Himmel, war vor lauter Sternen erst einmal kaum auszumachen und das will was heißen.

Dann den kleinen Maksutov aufgebaut  und Jupiter angeschaut. 4 Monde, Wolkenbänder schwach schimmernd zu sehen. Filter nicht getestet, das 9mm Planetary-Okular verträgt sich am ehesten mit der Optik. Das 4mm Planetary brachte nur Matsch. Interessant war der seit neuestem angebaute 9×50 Sucher. Wenn es keine optische Täuschung durch Reflexion war, konnten bereits im Sucher zwei seiner Monde beobachtet werden! Noch beeindruckendere Leistungen liefert der Sucher an Deep-Sky-Objekten, – der Orionnebel war klar auszumachen. Das Teleskop selbst lieferte M42/43 entsprechend seiner 100er Öffnung bereits als deutliche und okularfüllende (20mm Planetary) Nebelstruktur. Nicht schlecht, ich war etwas überrascht vom Können des „Kleinen“. Dann sollte es mit der Canon weitergehen und getestet werden, was diese dazu meint. Angeschlossen, angeschaltet. Displayschalter umgestellt. Suchen. Kein Stern auffindbar. Dunkel. Irgendwas stimmte nicht. Da huschten die Gedanken zum Ladegerät in der heimischen Basis und der dort zuletzt eingesteckten Kamerabatterie. Passiert. Es war deutlich zu kühl für ein Batteriebeschaffungsaktion und getröstet habe ich mich mit dem fotografieabträglichem Wind. Man lernt nicht aus. ;)

Dann noch visuell M36 / M35 angesteuert. Viele, viele Sterne und der Sucher fängt an, böse viel anzuzeigen. Ich finde den Gedanken ja abwegig, einen Sucher abzublenden, aber zumindest verstehe ich jetzt warum Leute auf diese Idee kommen konnten. Die Nacht habe ich mir unabgesprochen mit einem unbekannten Dobsonat geteilt der in der Nähe meines Beobachtungsplatzes spechtelte. Zufälle… Aber der hat schon ein Uhr nachts den Minusgraden Respekt gezollt. ;) Zwei Stunden später -trotz halber Wintermontur- musste ich dann auch wegen klammer Finger die Segel streichen.

Sonne

Das Bild wurde mit dem Baader-Sonnenfilter rund eine Stunde vor Sonnenuntergang in Oberbayern gemacht. Und jetzt soll es mit dem leichten Maksutov raus in’s Feld gehen. Es soll sternenklar bleiben, bei erstmals wieder Minusgraden. Ziel soll der mitternachts aufgehende Jupiter werden, auch wenn ich ahne das die Kombination Maksutov und Canon aufgrund des großen Sensorchips dafür nur bedingt geeignet ist.

sun

Kamin

Eine etwa 5m breite Kaminspitze aus 580m Entfernung mit dem Maksutov. Brennweite 1300mm.

IMG_0572

Das ganze unter schwerern Bedingungen in den frühen Abendstunden bei Dämmerung (+ dicht bewölkt, Nieselwetter) aus 1,5 km Entfernung Luftlinie. Diesmal allerdings mit einer 2,5x Barlowlinse und entsprechenden 3250mm Brennweite.

IMG_0730

Man sieht deutlich eine Vignettierung, so richtig gern hat das Gerät die Barlowlinse offensichtlich nicht. Der mangelnde Kontrast und der dunklere Eindruck sind allerdings mehrheitlich Zeit- und Witterungsbedingt.